
Frauenbündnis Kandel auf dem Parkplatz neben dem Wörther Bahnhof.
Fotos und Video: Pfalz-Express/Licht
Wörth – Während im Bürgerpark ein von der Stadt, verschiedenen Organisatoren und Vereinen ausgerichtetes Demokratiefest gefeiert wurde, hielt auch das „Frauenbündis Kandel“ nahezu zeitgleich in Wörth eine Kundgebung ab.
Vom Bahnhof aus zogen etwa 60 Teilnehmer durch den Altort. Angemeldet war die Demo unter dem Motto: „Sicherheit und Zukunft für unsere Frauen und Kinder – Datenschutz und Missbrauch politischer Ämter“.
An diesem Tag stand in der Hauptsache die SPD im Fokus des „Frauenbündnisses“. Der öfter skandierte Spruch „Wer hat uns verraten“ – „Die Sozialdemokraten“ – Und wer schaut zu?“ – „Die CDU“ – „Wer war mit dabei?“ – „Die Linkspartei“ schloss aber auch mindestens die benannten Parteien mit ein. „Frauenbündnis“-Initiator Marco Kurz konzentrierte sich in seinen Ansprachen dennoch meist auf die SPD und ließ kein gutes Haar an der Partei.
Auf nennenswerten Widerstand stießen Kurz und seine Anhänger in Wörth nicht – die Gruppen, die in Kandel üblicherweise den Gegenprotest organisieren, waren im Bürgerpark [1].
An einer Straßenecke hielt ein Wörther Bürger zwei rote Karten hoch. Marco Kurz gegenüber mahnte er mehr Gesprächsbereitschaft an und wünschte, dass Kandel in Ruhe gelassen werden solle. Dafür bedürfe es einiger Rücktritte, meinte Kurz. Bei der Kundgebung in Wörth hieß es dann noch: „Nitsche muss weg“. (Anm. d. Red.: Dr. Dennis Nitsche, Wörther Bürgermeister, SPD)
Auf dem weiteren Weg sprach auch Redner „Klaus“, der schon in Kandel mehrmals aufgetreten war. Thema war unter anderem die Grenzschutzorganisation Frontex.
Mit Gesangseinlagen, einer Schlussansprache von Kurz und dem Singen der Nationalhymne ging die Kundgebung ebenfalls gegen 17 Uhr zu Ende. Die Polizei zog eine positive Bilanz beider Veranstaltungen, die störungsfrei verlaufen seien. (cli)