
Stau schon lange vor der Rheinbrücke.
Foto: Pfalz-Express
Maximiliansau – Seit dem 11. Februar gilt in Maximiliansau ein Durchfahrtsverbot in bestimmten Bereichen.
Der Grund: Seit die Baustelle auf der Rheinbrücke aktiv ist, versuchen viele Autofahrer, den Stau mit vermeintlichen „Schleichwegen“ durch den Ort zu umgehen. Das hatte unlängst nach Angaben der Stadt Wörth einen kompletten Zusammenbruch des Verkehrs in Maximiliansau zur Folge, nachdem es auf der Rheinbrücke auch noch einen Unfall gegeben hatte.
Die Stadt hatte darauf mit der Durchsetzung des eigentlich schon bestehenden Durchfahrtsverbots mit Absperrbaken am provisorischen Kreisverkehr Pfortzer Straße/Cany-Barville-Straße reagiert: Seit dem 11. Februar kontrollieren Mitarbeiter morgens des städtischen Ordnungsamts vor Ort, um eine Umfahrung der Absperrbaken zu verhindern. Eine Durchfahrt (von Hagenbach kommend) durch Maximiliansau in Richtung Rheinbrücke ist nicht mehr möglich (siehe Bericht [1]).
„Kommen nicht zur Arbeit“
Was allerdings zahlreiche Arbeitnehmer verärgert: Auch für Inhaber einer Ausnahmegenehmigung gibt es kein Durchkommen. Die Zufahrt zum Ort ist in dieser Zeit über eben jene Strecke „vorläufig nicht möglich“, hatte die Stadt mitgeteilt.
Für Menschen, die im Ort arbeiten und von außerhalb kommen, ein echtes Problem. „Wir müssen über die Autobahn fahren, obwohl wir eine Ausnahmegenehmigung haben und es nur ein paar hundert Meter zu unserem Arbeitsplatz wären“, äußerten sich beispielsweise Erzieherinnen und Lehrer gegenüber PEX.
Nitsche: „Uns bleibt keine andere Wahl“
Weshalb die Ausnahme für die Inhaber der Genehmigung nicht gilt, ist schwer nachzuvollziehen.
Auf Nachfrage sagte Bürgermeister Nitsche dem Pfalz-Express, dass ja die zweite Ortsdurchfahrt offen sei: „Von Wörth aus kommt man jederzeit rein.“ Unannehmlichkeiten seien natürlich damit verbunden.
Die Mitarbeiter des Ordnungsamts hielten keine Fahrzeuge an, sie stünden aber bereit, wenn Autofahrer wissen wollten, warum die Durchfahrt geschlossen sei. Noch immer würden viele Verkehrsteilnehmer den Stau umfahren, deshalb habe man vorläufig die Ausnahmegenehmigung ausgesetzt. „Wir müssen uns das eine Weile anschauen und die Entwicklung abwarten“, so Nitsche. Es sei noch immer zu viel los, deswegen gelte es darauf zu achten, dass sich kein allzu großer Rückstau bilde.
Die Kräfte könnten kurze Auskünfte erteilen, aber nicht jedesmal ihren Platz verlassen, um die Barken auf – und wieder zuzuschieben. Wenn das alle begriffen hätten, könne man die Ausnahmegenehmigung wieder in Kraft setzen: „Das hängt auch von der Einsicht der Leute ab.“
Am Kreisverkehr bei Hagenbach sei die Sperrung bereits deutlich angezeigt, sagte Nitsche, trotzdem „fährt man bewusst am Schild vorbei.“ Deshalb gebe es „keine Gnade“ mehr an dieser Stelle. „Die Situation ist nicht optimal“, räumte Nitsche ein. „Uns bleibt aber keine andere Wahl, als radikale Maßnahmen zu verhängen.“ Mehrmals schon sei der Ort komplett verstopft gewesen, der Verkehr vollständig zum Erliegen gekommen. „Ein Rettungsfahrzeug wäre nicht durchgekommen.“ (cli/aktualisiert)