Freitag 3.April 2026

UNO-Flüchtlingshilfe: „Willkommenskultur“ nicht am Ende

24. Januar 2019 | Kategorie: Politik

Foto: dts Nachrichtenagentur

Bonn- Der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer, hat als Reaktion auf den neuen Migrationsbericht der Bundesregierung betont, dass die wesentliche Belastung durch den Zuzug von Flüchtlingen nicht auf Deutschland liege.

„Die Zahlen zeigen mir vor allem, dass die Auswirkungen der Flüchtlingsbewegungen ihren Schwerpunkt nicht in Deutschland haben, sondern in Bangladesch, Uganda, Pakistan oder im Libanon“, sagte Ruhenstroth-Bauer den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.

85 Prozent der Flüchtlinge lebten in „diesen sogenannten Entwicklungsländern. Wir müssen diese Länder und vor allem die Flüchtlinge unterstützen“, so Ruhenstroth-Bauer weiter.

Die „Willkommenskultur“ sei nicht am Ende. „Aus meiner Sicht täuscht dieser Eindruck. Seit 2015 sind die öffentliche Diskussion und die Medienberichterstattung emotionaler und weniger Faktenorientiert. Und trotzdem ist das Engagement für Flüchtlinge bei uns weiterhin sehr hoch“, so der Migrationsexperte weiter.

Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstütze rund 80 Projekte für Geflüchtete in Deutschland. „Alle Projekte sind nur möglich, weil es viele Menschen gibt, die sich immer noch sehr engagieren und das Feld nicht den Hetzern überlassen wollen.“

Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). (dts Nachrichtenagentur) 

Zur Startseite

Zu den Kommentaren

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Schreibe einen Kommentar

Beachten Sie unsere Kommentarregeln! (Hier klicken)

Die maximale Textlänge beträgt 800 Zeichen.
Links sind künftig in den Kommentaren nicht mehr gestattet.

Pfalz-Express ist keine Plattform für Beleidigungen, Anschuldigungen und falsche Tatsachenbehauptungen. Wir ersuchen um sachliche und themenrelavante Beiträge. Unterlassen Sie Beleidigungen, Aufforderung zu Straftaten, Unterstellungen, Anschuldigungen oder allgemeine Verunglimpfung von Personen oder Gruppen!

Ihr Pfalz-Express-Team